Tajmyr von Arcanas of Tuuli, Spitzname "Grossa"

Tajmyr
Tajmyr

Hey, ich bin Tajmyr

Am 9. März 2004 habe ich das Licht der Welt erblickt, und ich war der Schönste vom Wurf (ok. Das sagen meine Besitzer, aber es stimmt). Ich bin ganz zufällig zu meinem neuen Rudel gekommen, denn die haben sich nach langer und reiflicher Überlegung entschlossen einen Samojeden zuzulegen. Sie haben bei den Züchter nachgefragt, wer den im nächsten oder übernächsten Wurf noch ein Baby zu vergeben hatte (zu dieser Zeit waren wir Sammys zum Glück noch nicht so bekannt, und da gab es schon mal Wartezeiten von einem halben Jahr), und siehe da, ich war schon fünf  Wochen alt, und noch ein „Übrigbleibsel“, den die anderen Interessenten waren dem Züchter nicht ganz geheuer. Eigentlich wollten meine neuen Besitzer eine Hündin, in der Erwartung, dass die leichter zu erziehen sei, doch als sie meine Äuglein sahen, waren sie hin und weg. So zog ich ende Juni bei ihnen ein.

Ich war ein aufgewecktes Kerlchen, habe aber so in etwa alle „Kinderkrankheiten“ die ein Hundewelpen haben kann, durchgemacht. Angefangen mit Blasenentzündungen, Lungenwürmern, über Erkältungen, bis zu Husten und Schnupfen, aber ich bin ein robuster Rüde, und habe alles ohne Schaden überstanden.

Als ich ein bisschen älter als ein Jahr war, zog bei uns ein kleiner Frechdachs ein, Ujar, und zu allem Übel war er noch mein Onkel! Doch ich muss zugeben, er war super süss, ich habe versucht ihn am ersten Tag zu beeindrucken, aber er hat nur leise in sich hineingelacht, und heimlich das Zepter übernommen. Ich muss sagen, ich habe sonst ein sehr gutes Selbstbewusstsein, mein Vater ist Italiener, und nach italienischem Zuchtziel muss ich einfach nur schön sein, Präsenz zeigen, also ein Macho sein, und nicht arbeiten! Da das aber in Arbeit ausgeartet wäre, diesen kleinen Racker zu erziehen, habe ich das den Chefs überlassen, und wir haben uns super angefreundet, und er durfte bei mir alles machen. Er hat mir sogar fast meine Freundin Inka ausgespannt, aber die gehört mir, und als ich gemerkt habe, dass sie das auch so sieht, habe ich den Kleinen machen lassen.

Ich muss zugeben, ich habe immer wieder etwas geschwächelt, einfach nicht ganz fit gewesen, so wurde mein Herz untersucht, mein Blut wurde mehrfach auseinander genommen, und von Kopf bis Fuss geröntgt, da ich immer mal wieder vorne rechts hinke, aber es hat zu keinem Ergebnis geführt, und so haben meine Chefs entschieden, mich einfach nicht zu sehr zu belasten, (egal, ich arbeite ja auch nicht so gerne, und unseren Hundewagen hat sowieso Ujar meistens alleine gezogen) und wenn nötig, mir Entzündungshemmer zu geben, bis meine Schmerzen im Bein wieder weg sind. Es war auch der Verdacht im Raum, dass ich im vorderen, rechten Bein Arthrose habe, doch zweimaliges Röntgen haben keine Veränderungen gezeigt. Meine Mama hat aber ganz feine Antennen, wenn es um unsere Gesundheit geht, und vielleicht war einfach noch nichts zu sehen, was leider immer mal wieder vorkommt.

Doch ich, nicht dumm, habe auch beim letzten Mal beim Tierarzt keinen Schmerz gezeigt, obwohl Katharina meine Gelenke bis zum Anschlag gebeugt hat, (einmal musste ich ganz kurz Aua sagen, doch sie konnte diesen Gefühlsausbruch nicht reproduzieren. Hei, che cosa voi? Ok. Nachher habe ich gelitten, denn das Bein hat mir den ganzen Tag wehgetan, und ich musste leiden, aber, keinen Schmerz beim Tierarzt zeigen, das ist mein Credo.

Letztes Jahr haben sie noch so einen armen Tropf nach Hause geschleppt, aber da war meine Gutmütigkeit zu ende. Ich wollte den nicht!!! Da konnten sie mir noch lange erzählen, dass das ein ganz armer Hund war (sprichwörtlich), und dass er auch meine Akzeptanz brauche, nicht mit mir, ich hatte meinen kleinen Ujar, das reicht! Leider ist Ujar im Mai letzten Jahres von uns gegangen, und so blieb mir nichts anderes übrig, als meine Feindschaft langsam abzulegen, und mich mit Merlin abzufinden, und unterdessen, nach einem Jahr kann man sagen, ok. Er ist hier, er bleibt hier, und das ist gut so. Wir sind noch nicht dicke Kumpels, aber wir mögen uns.